Studieren in Marburg

Die Alma Mater Philippina zählt nicht nur zu den traditionsreichsten deutschen Hochschulen, sondern ist auch weltweit die älteste protestantische Universität. Sie wurde 1527 von dem Landgrafen Philipp dem Grossmütigen gestiftet und im Regensburger Vertrag 1541 von Kaiser Karl V privilegiert. Seit nahezu fünf Jahrhunderten wird hier gelehrt, bedeutende Persönlichkeiten haben das akademische Leben geprägt. Neun Nobelpreisträger haben hier studiert und geforscht, u.a. unser Corpsbruder Ferdinand Braun, der Begründer der Funktechnik, auch heute geniesst die Universität ein hervorragendes Renommée.

Ganz besondere Schwerpunkte seit der Frühzeit waren Philosophie und Chemie. Bereits im Jahre 1609 begründete Johannes Hartmann den weltweit ersten pharmazeutisch-medizinischen Chemie-Lehrstuhl. Im Jahre 1866 wurde die Philipps-Universität mit der Annexion Kurhessens durch Preussen königlich-preussische Universität mit 264 Studenten und 51 Professoren. Sie nahm damit einen besonderen Aufschwung, im Jahre 1909 waren bereits 1000 Studenten immatrikuliert.

Eine moderne Universität: Eine weitere Expansion erlebte die Universität mit der Bildungsreform der 1960er Jahre: schnell überstieg die Zahl der Studierenden die 10'000, im Wintersemester 2013/14 waren 23'500 Studierende immatrikuliert, davon 55 Prozent Frauen. Das Angebot ist sehr breit, aktuelle Rankings belegen die hervorragende Qualität der Lehre und der wissenschaftlichen Forschung in den 16 Fachbereichen und die guten Bedingungen für die Studierenden.
(siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Marburg)

Eine Besonderheit ist die Atmosphäre der schönen, romantischen Universitätsstadt, in der verstreut die meisten Institute liegen. Trotz seiner Grösse ist die Universität überschaubar geblieben, und die knapp 73'000 Einwohner sind direkt oder indirekt mit der Universität verbunden. Marburg hat keine Universität, Marburg ist eine.

Unser Corps pflegt enge Verbindungen zur Universität, und es finden sich auch Hochschulprofessoren an der  Marburger Uni und an anderen Universitäten in unseren Reihen.
Wir legen sehr großen Wert auf die Vereinbarkeit eines zügigen und erfolgreichen Studiums mit der Aktivität in unserer Gemeinschaft. Um dies zu gewährleisten, unterstützen wir unsere Mitglieder durch eine umfassende Bibliothek und Computerarbeitsplätze auf unserem Haus, Repititorien von älteren Corpsbrüdern und akademischen Exkursen auch jenseits des eigenen Studienfaches durch andere aktive Corpsbrüder. Wir halten eine umfassende Bildung, gerade unter den heutigen strengen Studienbedingungen mit Bachelor und Master, für die wichtigste Säule der Persönlichkeitsentwicklung. Dazu gehört auch die Förderung von weiteren Studien im Ausland.

Sowohl bei der Auswahl des Studiums und später der richtigen Spezialisierung als auch zum Eintritt in das Berufsleben bilden die vertrauensvollen, freundschaftlichen Bande des Corps im besten Sinne ein produktives Netzwerk. Die lebendige Gemeinschaft von Jung und Alt schafft Beziehungen zu Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie.